[Download] "Sprachliche RelativitÀt" by Anna Klissouras # Book PDF Kindle ePub Free
eBook details
- Title: Sprachliche RelativitÀt
- Author : Anna Klissouras
- Release Date : January 30, 2007
- Genre: Philosophy,Books,Nonfiction,
- Pages : * pages
- Size : 373 KB
Description
Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 2,2, Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin (Philosophisches Seminar), 94 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts beschrieb der Amerikaner Benjamin Lee Whorf (1897 - 1941) in wenigen AufsĂ€tzen ein sprachliches RelativitĂ€tsprinzip, welches einen prĂ€genden Einfluss des sprachlichen Hintergrundes eines Menschen auf seine Denkstrukturen postulierte. Der Chemiker war nach Abschluss seines Studiums zunĂ€chst als Versicherungsangestellter tĂ€tig gewesen, um sich dann der Ethnolinguistik indianischer Sprachen zuzuwenden, welche er ab 1931 bei Edward Sapir studierte und einige Jahre spĂ€ter selbst lehrte. Sapir hatte im Laufe seiner Untersuchungen bereits eine gewisse Interdependenz zwischen Sprache und Kognition vermutet; erst Whorf aber formulierte diesen vagen Zusammenhang als Prinzip, das wegen seiner starken Beeinflussung durch Sapir spĂ€ter als die ''Sapir-Whorf-Hypothese'' bezeichnet wurde. Diese Hypothese gilt als umstritten. TatsĂ€chlich sind die von Whorf formulierten Thesen nicht nur wegen ihrer Inhalte problematisch, sondern auch wegen des unsicheren Fundamentes, auf dem sie sich bewegen. Angesichts der Tragweite seiner Theorie, die ein allgemein gĂŒltiges Prinzip sein will, liefern die etwa 140 von ihm zu diesem Thema formulierten Seiten nur wenig Material: Whorfs Schlussfolgerungen grĂŒnden vor allem auf seine Beobachtungen an Hopi-Indianern und deren Sprache, was den Vorwurf der SubjektivitĂ€t aufbrachte. Auf eine Bezugnahme auf linguistische oder philosophische Positionen sowie weitere empirische Untersuchungen verzichtet Whorf zudem weitestgehend. Die vorliegende Arbeit wird sich dieser Problemlage auf drei Weisen nĂ€hern. Der erste Teil stellt die ''Sapir-Whorf-Hypothese'' mit ihren deskriptiven Argumenten sowie Gegenargumenten vor und reduziert sie auf ihre Hauptthesen, welche im weiteren Verlauf der Arbeit als Ausgangspunkt der Fragestellung dienen werden. Ein philosophischer Diskurs zwischen Universalisten und Relativisten soll die Theorie der sprachlichen RelativitĂ€t im zweiten Teil in die philosophische Tradition einspannen und zunĂ€chst auf rein rationalem Wege zu ersten Ergebnissen bezĂŒglich ihrer PlausibilitĂ€t fĂŒhren. Im dritten Teil sollen dann jene Fragen des Spracherwerbs und der kognitiven Beeinflussung durch Sprache geklĂ€rt werden, auf welche nur die Empirie sinnvolle Antworten geben kann. SchlieĂlich soll sich ein transparenteres Gesamtbild der sprachlichen RelativitĂ€tstheorie ergeben, dessen Gehalt und Grenzen sich aufgrund der erarbeiteten Argumente und Fakten ersehen lassen.